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Braune Scheiße

25.01.2018 15:30

In Österreich herrscht wieder einmal helle Aufregung angesichts der Nazi-Verstrickungen der FPÖ. Erwin Riess über den jüngsten Fall.


Udo Landbauer, Spitzenkandidat der FPÖ bei den Landtagswahlen in Niederösterreich, ist auch Funktionsträger in der Burschenschaft Germania in Wiener Neustadt. Dort gibt es ein „Liederbuch“, in dem Nazi-Texte wie auf einer Perlenschnur aneinandergereiht sind. Die Judenvernichtung wird bejubelt, in „Negeraufstand auf Kuba“ heißt es: „Im Gesträuch und im Gestrüppe hängen menschliche Gerippe. Und die Negerlein, die kleinen, nagen schmatzend an den Gebeinen. Hea humbassa, hea humbassa, hea hea ho. - In den Bäumen hängen Leiber, drunter stehen Negerweiber. Und die denken wie besessen an das nächste Menschenfressen.“

Landbauer will mit all dem nichts zu tun haben und denkt nicht an Rücktritt. Wir trotzen der „linken Meinungsdiktatur“ sagt Vizekanzler Strache und posiert mit Landbauer unter dem Slogan „Jetzt erst recht“ (das Motto der Waldheim-Wahl).

Kanzler Kurz ist pikiert, Bundespräsident Van der Bellen entsetzt. Zu Rücktritten rufen beide nicht auf. Innenminister Kickl (FPÖ) garantiert, daß es keine Ermittlungen gegen Landbauer geben wird. Zwar ist dafür der Justizminister zuständig, aber der war einst Büroleiter von Jörg Haider. Früher als gedacht tropft in der Regierung Kurz die braune Scheiße vom Dach.

 

Erwin Riess


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