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Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Freunde und Helfer (2)

30.11.2015 10:31

In Heiligenstadt (Thüringen) greift eine Gruppe von etwa 20 Nazis einen Jugendlichen auf einem Supermarktparkplatz an. Die herbeigerufene Polizei nimmt nach Angaben der antifaschistischen Gruppe »Association Progrès« keine Notiz von den mit Holzlatten und Quarzsandhandschuhen bewaffneten Verfolgern. Nach einer erneuten Hetzjagd durch die Neonazis, die sich schließlich unbehelligt entfernen können, sei dem Geschädigten auf der Wache gesagt worden, es sei kein Wunder, dass er »aufgrund seines Erscheinungsbildes« Opfer des Angriffs geworden sei.

Quelle: »Göttinger Tageblatt«, Association Progrès

Noch so ein Uwe

30.11.2015 10:30

Der Revierchef der Polizei im Dresdner Stadtteil Prohlis, Uwe Waurich, gibt in einem Interview mit der »Sächsischen Zeitung« den Organisatoren eines Willkommensfests für Flüchtlinge die Schuld an einem Angriff von Neonazis im Oktober; die Veranstaltung habe eine »Provokation für die Asylgegner im Stadtteil« dargestellt, so Waurich.

Quelle: »Tagesspiegel«, »Sächsische Zeitung«

Südstaaten? Nein, Sachsen

30.11.2015 10:29

Im sächsischen Dölzig fordern Eltern in mehreren Bürgerversammlungen gesonderte Busse für Flüchtlinge, weil sie es für unzumutbar halten, wenn ihre Kinder denselben Bus benutzen wie die Bewohner einer Erstaufnahmeeinrichtung im Umland. Die Landesdirektion erklärt, die Stadt prüfe tatsächlich die Einrichtung einer Sonderbuslinie.

Quelle: »Neues Deutschland«

Freunde und Helfer (1)

30.11.2015 10:25

Wie jetzt durch einen Bericht des Bayrischen Rundfunks bekannt wird, hat die Polizei Ende August einen polizeibekannten Neonazi aus dem Kreis Rosenheim unbehelligt gelassen, obwohl in seinem Auto bei einer Verkehrskontrolle in der Nähe eines Flüchtlingsheims eine Axt, ein Beil, ein verbotenes Messer, ein voller Benzinkanister und ein Nachtsichtgerät gefunden wurden. Die Beamten beschränken sich darauf, das Messer zu konfiszieren und dem Mann eine sogenannte Gefährderansprache zu erteilen, anschließend darf er mit den übrigen Gegenständen weiterfahren.

Quelle: BR

»Pegida«: Angriff auf Gegendemonstration

30.11.2015 10:24

In Dresden erscheinen nach Angaben der Gruppe »Durchgezählt« zwischen 3.500 und 4.500 Teilnehmer zum »Pegida«-Montagsauflauf, das sind erneut etwas weniger als in der Vorwoche. An einer Gegendemonstration der Gruppe »Gepida« beteiligen sich 350 bis 500 Menschen. Nach Abschluss des »Pegida«-Aufmarschs ermöglicht die Polizei durch den Abzug von Sperrketten einen Angriff auf die Gegendemonstration, dabei wird eine Scheibe des Lautsprecherwagens durch einen Steinwurf beschädigt.

Quelle: Radio Dresden

150 bei »MVgida« in Boizenburg

30.11.2015 10:23

In Boizenburg (MV) mobilisiert die NPD-dominierte »MVgida«-Bewegung etwa 150 Anhänger zum mittlerweile dritten Aufmarsch in der Stadt. Während die Polizei vermummte und alkoholisierte Teilnehmer in der rechten Demonstration duldet, behindert sie Gegendemonstranten und weiß angeblich nichts von einer angemeldeten Versammlung.

Quelle: Recherchegruppe AST

Dortmund: Freisprüche und eine Verurteilung nach Nazi-Angriff auf Rathaus

30.11.2015 10:19

Nach dem Angriff von Neonazis auf das Dortmunder Rathaus nach der Kommunalwahl im vergangenen Jahr spricht das Amtsgericht zwei Angeklagte aus Mangel an Beweisen frei; ihnen war vorgeworfen worden, bei der Attacke einen SPD-Politiker angegriffen zu haben. In der Vorwoche war der Neonazi Daniel Grebe , der für die rechtsradikale Splitterpartei »Die Rechte« in der Bezirksvertretung Scharnhorst sitzt, unter anderem wegen seiner Rolle beim Rathaussturm zu 22 Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt worden, er hatte zudem am Neujahrstag 2015 Knallkörper auf Polizisten geworfen.

Quelle: »Der Westen«, WDR

Rechte Aufmärsche in Mecklenburg-Vorpommern

29.11.2015 10:42

In Mecklenburg-Vorpommern finden am Wochenende erneut mehrere rechte Aufmärsche statt. In Greifswald erscheinen etwa 130 Neonazis und Hassbürger zu einer rassistischen Demonstration; etwa ebenso viele Gegendemonstranten stellen sich ihnen, zum Teil mit Blockaden, entgegen. In Schwerin nehmen ca. 70 Anhänger an einem Aufmarsch der rechten Gruppe »Deutschland wehrt sich« teil, etwa 20 Menschen protestieren dagegen. In Bergen auf Rügen findet ein rassistischer Aufmarsch mit etwa 60 Teilnehmern statt, rund doppelt so viele Menschen nehmen an einer Gegendemonstration teil.

Quelle: »Neues Deutschland«

Halle: Rassistischer Angriff in Straßenbahn

29.11.2015 10:37

In Halle/Saale greift eine Gruppe von fünf bis acht Personen in einer Straßenbahn einen Mann aus Afrika an. Der 27jährige erleidet Verletzungen am Kopf, die Täter können unerkannt entkommen.

Quelle: »Neues Deutschland«

Gotha: Was ist braun und stinkt?

29.11.2015 10:37

In Gotha (Thüringen) nehmen etwa 240 Personen an einem rassistischen Aufmarsch teil. An einer Gegendemonstration beteiligen sich rund 200 Menschen. Im Vorfeld bekennt sich eine autonome Gruppe unter dem Namen »Gülletrupp« dazu, am Auftakt- und Endpunkt des rechten Aufmarschs 400 Liter Fäkalien hinterlassen zu haben.

Quelle: »Thüringer Allgemeine«, Indymedia