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Tomayers Video-Tagebuch

No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

500 Euro Schmerzensgeld nach rassistischer Einlasskontrolle

18.05.2012 11:34

Wegen rassistischer Einlaßkontrollen des Leipziger Clubs „Velvet“ erhält der Student Hussein Eid 500 Schmerzensgeld. Er hatte Klage eingereicht, nachdem ihm im Oktober 2011 der Eintritt verweigert wurde, weißen deutschen Gästen jedoch nicht.

Quelle: migazin.de

Vatertag in Schland

18.05.2012 11:33

„Am sogenannten „Herrentag“ häufen sich seit Jahren sexistische, rassistische, faschistische und antisemitische Pöbeleien, Übergriffe und Anschläge. Bei den Tätern handelt es sich fast ausnahmslos um deutsche, heterosexuelle Männer. Auch der öffentliche Personennahverkehr wird an diesem Tag verstärkt zum Tatort und zum Fortbewegungsmittel der alkoholisierten Gruppen.“

Quelle: Antisexistische Aktivist_innen aus Berlin, Flyer

- In Kollmar (Schleswig-Holstein) rückt die Polizei auf dem Hafengelände an der Elbe wegen „diversen hilflosen Personen, leicht Verletzten und massenhaft betrunkenen Jugendlichen und zunehmend sehr aggressiven Problemgruppen“ 107 Mal aus. Unbekannte fügen mehreren Anwesenden Schnittverletzungen zu.

Quelle: Pressemeldung der Polizei

- In Niedersachsen werden im Kreis Stade einige Straßen „vorsorglich für den öffentlichen Verkehr gesperrt, da nur so für die Sicherheit der betrunkenen Fußgänger gesorgt werden kann“. Die verüben diverse Körperverletzungen, klauen Straßenschilder, treten Leitpfähle und Verkehrszeichen um und verwüsten Vorgärten.

Quelle: Pressemeldung der Polizei

- In Hagen in Nordrhein- Westfalen prügeln nachts zwei Neonazis auf einen 18jährigen an einer Bushaltestelle ein und verletzen ihn erheblich.

Quelle: Pressemeldung der Polizei

- An einer Haltestelle in Berlin Hellersdorf greifen am Abend mehrere Neofaschisten unvermittelt an einer Bushaltestelle zwei Vorübergehende an und verletzen sie schwer. Den Einen stoßen sie zu Boden, dass er hart mit dem Kopf aufschlägt, dem jüngeren Begleiter stoßen sie ein Messer in den Rücken.

Quelle: Pressemeldung der Polizei

40 bewaffnete Neofaschisten in Berlin

16.05.2012 11:32

Anwohnende der Heerstraße in Berlin Spandau beobachten knapp 40 jugendliche Neofaschisten, die am Nachmittag mit Stöcken und Messern bewaffnet in Richtung Wilhelmstraße ziehen. Die Polizei überprüft die Gruppe und stellt die weggeworfenen Waffen sicher. Ziel war angeblich das Wohnhaus eines Jugendlichen, der eine „Abreibung“ erhalten sollte.

Quelle: Pressemeldung der Polizei

Pro NRW-Polizeihauptkommissar suspendiert

16.05.2012 11:31

Der Aachener Polizeipräsident suspendiert den Polizeihauptkommissar und Vorsitzenden des Pro NRW-Kreisverbandes Aachen, Wolfgang Palm, vom Dienst. Palm verstoße als Funktionär von Pro NRW gegen das Beamtenstatusgesetz. Zwar war das bereits seit 2010 bekannt, bislang behielt die Polizei Palm jedoch unter Aufsicht im Innendienst.

Quelle: Blick nach rechts

Beleidigte wegen Beleidigung vor Gericht

16.05.2012 11:11

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten eröffnet einen Prozeß wegen Beleidigung gegen eine 24jährige aus Kamerun, weil sie einen Polizisten als Rassisten bezeichnet haben soll. Nach ihrer eigenen Aussage habe jedoch der Polizist sie beleidigt, indem er bei einer Fahrzeugkontrolle zu ihr gesagt habe: „Halt die Klappe, du mit deinem Affenbaby“. Daraufhin habe sie entgegnet: „„Sie kontrollieren uns nur, weil wir schwarz sind.“ Daraus hätten die Polizisten den Begriff des Rassismus konstruiert. Der Kreuzberger Verein Reach Out und der Berliner Migrationsrat sehen ebenfalls einen Fall von Polizeiarbeit nach ethnischen Kriterien. „Je dunkler die Hautfarbe, desto größer die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden“, meint der Anwalt der Angeklagten.

Quelle: „Berliner Zeitung“

Sprengstoffanschlag in Sachsen

15.05.2012 11:31

Unbekannte verüben einen Sprengstoffanschlag auf den Imbiß eines nicht-weißen Betreibers in Genthain (Sachsen). Der Imbiß war bereits mehrfach Ziel von rechten Angriffen, in der ersten Maiwoche war der Inhaber von zehn vermummten Neonazis mit Messern mit Messern und und der Ankündigung bedroht worden:  „Wenn du den Laden morgen wieder aufmachst, bist du tot.“ Die Polizei kann einen rassistischen oder faschistischen Hintergrund des Sprengstoffanschlags nicht erkennen.

Quelle: Die Linke Sachsen

Rassisten bei der Wahl in NRW

14.05.2012 11:29

Die rassistische Partei „pro NRW“ kann bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ihr Ergebnis minimal steigern. Die NPD verliert wieder auf geringem Niveau: sie erhält 0,5 Prozent der Stimmen, 2010 waren es 0,7 Prozent.

Quelle: Landeswahlleitung NRW

2011 rund 17.000 Straftaten von Neofaschisten

14.05.2012 11:29

Im Jahr 2011 registriert das Innenministerium rund 17.000 Straftaten von Neofaschisten. Innenminister Friedrich stellt seine Statistik in Berlin vor und betont, die größte Gefahr gehe nach wie vor von „Ausländern“ aus, denen die Statistik ca. 1.000 Straftaten zuordnen kann. Während die Rechten mit über 800 Gewalttaten und über 2.500 rassistischen Taten gegen Menschen vorgingen, übertraten „Ausländer“ vor allem das nur für sie geltende Asyl- oder Integrationsgesetz durch Pass-, Visa, Aufenthalts- oder  Residenzverstöße

Quelle: Dokumentationsarchiv

Ahrensburg: Schweres Rätsel mit Hakenkreuz

11.05.2012 11:28

Unbekannte schlagen in Ahrensburg (Schleswig-Holstein) die Fenster eines Moscheeneubaus ein und ritzen Hakenkreuze in die Wände; die Moschee soll Ende Mai eröffnet werden. Das „Hamburger Abendblatt rätselt: „Rechtsextremistischer Hintergrund?“

Quelle: „Hamburger Abendblatt“

Pro-israelische Initiative angegriffen

11.05.2012 11:28

In Siegen (NRW) greifen vier bis fünf Vermummte einen Infostand der pro-israelischen Initiative „Never Again“ an und verletzen dabei drei Personen. Die Polizei kann einen der Angreifer später festnehmen, einen polizeibekannten Angehörigen der rechten Szene der Region. Das Portal „Recherche Siegen“ ordnet den Angriff in eine Reihe von rechtsradikalen Vorfällen in den vergangenen Wochen ein.

Quelle: Polizeibericht, recherche-siegen.tk