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No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Schleswig-Holstein: Zugbegleiter beleidigt Flüchtling und wirft ihn aus dem Zug

04.11.2015 12:43

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe (Schleswig Holstein) prüft eine Anzeige gegen einen Zugbegleiter. Laut Zeugenaussagen soll der Mann auf der Strecke Hamburg-Kiel einen Flüchtling rassistisch beschimpft, ihn dann auf dem Bahnhof Wrist im Kreis Steinburg mit teilweise heruntergezogenen Hosen aus dem Zug geworfen und dessen Telefon hinterhergeworfen haben. Das Handy sei dabei kaputtgegangen. Ein Mitreisender hatte daraufhin Anzeige erstattet.

Quelle: »Berliner Zeitung«

Brandenburg: Flüchtling vom Rad gestoßen und geschlagen

04.11.2015 12:40

In Prenzlau (Brandenburg) greifen Unbekannte einen Asylsuchenden an. Nach bisherigen Erkenntnissen soll es sich um zwei bis drei Angreifer handeln, die den 28jährigen vom Fahrrad stoßen und auf ihn einschlagen. Der Angegriffene erleidet Verletzungen im Gesicht, die Täter entkommen unerkannt.

Quelle: »Berliner Morgenpost«

Sachsen am Wochenende

03.11.2015 12:52

In Dresden und im nahegelegenen Dippoldiswalde verüben Unbekannte Brandanschläge auf geplante Flüchtlingsunterkünfte. In Dresden-Cossebaude legen die Täter Feuer in einem leerstehenden Hotel, das für die Unterbringung von Asylsuchenden im Gespräch ist. In Dippoldiswalde werden mehrere Wohncontainer durch einen Brandanschlag zerstört. Auch diese waren als Asylunterkünfte vorgesehen.

Quelle: MDR

Dresden am Montag

03.11.2015 12:50

In Dresden beteiligen sich nach Angaben der Initiative »Durchgezählt« ca. 8.000 Anhänger am montäglichen »Pegida«-Auflauf und damit etwa 2-3.000 weniger als in der Vorwoche. 800 bis 1.000 Menschen beteiligen sich an einer Gegendemonstration des Anti-«Pegida«-Bündnisses »Gepida«.

Quelle: »Spiegel online«

Döbeln: Schüsse auf Flüchtlingsunterkunft und rassistischer Blockadeversuch

03.11.2015 12:49

In Döbeln (Sachsen) schießen Unbekannte mit einer Luftdruckwaffe auf eine Flüchtlingsunterkunft; die Schüsse beschädigen eine Scheibe, die Bewohner bleiben unverletzt. Etwa zur gleichen Zeit versucht ein rassistischer Mob, die Ankunft von Asyluchenden zu verhindern. Die Polizei unterbindet den Versuch, die Einfahrt mit einem Fahrzeug zu blockieren, sie stellt die Personalien von 27 Personen fest und nimmt drei vorläufig in Gewahrsam.

Quelle: Alternative Dresden-News

Bayern: Angriff auf Asylsuchenden

03.11.2015 12:46

Im bayrischen Waldkraiburg greifen drei Unbekannte einen Asylsuchenden an. Die zwei Männer und eine Frau halten mit einem Auto neben dem 20jährigen, der sich mit Einkäufen auf dem Heimweg befindet, schubsen ihn und gehen schließlich mit einer Eisenstange auf ihn los. Der junge Mann kann flüchten, die Angreifer lassen nach einer kurzen Verfolgung von ihm ab und entfernen sich mit seinen Einkäufen in dem Auto.

Quelle: A.i.d.a.

Hannover: Brandstiftungen und rassistische Angriffe

02.11.2015 13:00

In Hannover und Umgebung kommt es an einem Wochenende zu mehreren rassistischen Angriffen und Anschlägen. In der Hannoverschen Südstadt beleidigen fünf Insassen eines Autos einen jungen Mann aus Syrien zunächst aus dem Fahrzeug heraus rassistisch, vier von ihnen steigen aus und schlagen auf ihn ein; anschließend flüchten sie unerkannt mit dem Pkw. In Hannover-Langenhagen setzen Unbekannte zwei Müllcontainer vor einer Flüchtlingsunterkunft in Brand, der von der Feuerwehr schnell gelöscht werden kann. In Sehnde nimmt die Polizei einen 52jährigen fest, der versucht hatte, eine von zwei Familien bewohnte Flüchtlingsunterkunft in Brand zu setzen. Die Bewohner können das Feuer schnell löschen. Der Tatverdächtige gibt an, aus einer Zwangserkrankung heraus gehandelt zu haben.

Quelle: Polizei Hannover, »Hannoversche Allgemeine«

Berlin: Angriff auf Asylunterkunft

02.11.2015 12:59

In Berlin greifen Nazis eine neu eingerichtete Flüchtlingsunterkunft in Johannisthal an. Der Sicherheitsdienst ruft viermal in einer Nacht die Polizei, weil Unbekannte Böller werfen und zum Teil auch auf das Gelände vordringen. Menschen kommen nicht zu Schaden.

Quelle: Uffmucken Schöneweide

Berlin: Journalist angegriffen

02.11.2015 12:58

In Berlin greifen Unbekannte einen Journalisten des »Tagesspiegels« an. Die Täter sprechen ihn auf der Straße namentlich an, beschimpfen ihn als »linke Drecksau«und schlagen ihn nieder. Der Journalist sieht die Tat als Reaktion auf einen einen Tag zuvor veröffentlichten Text, in der er die AfD und »Pegida« kritisiert hatte.

Quelle: »Neues Deutschland«

Brutale Überfälle auf Flüchtlinge

02.11.2015 12:57

In Magdeburg greifen etwa 30 Hooligans gezielt drei syrische Flüchtlinge an, wobei sie auch mit Baseballschlägern auf die drei Männer einschlagen. Zivilpolizisten, die das Geschehen beobachten, verhindern Schlimmeres, die Angegriffenen erleiden Prellungen und Gesichtsverletzungen. Die Täter können größtenteils unerkannt entkommen, die Polizei nimmt lediglich einen 24jährigen Verdächtigen fest. Im mecklenburgischen Wismar prügeln rund 20 Schläger zwei Syrer krankenhausreif. Nach Angaben der Polizei in Rostock stehen die beiden Flüchtlinge am Samstagabend vor einer Notunterkunft, als die Gruppe sie angreift. Auch hier entkommen die Täter unerkannt. In Jena (Thüringen) schlagen drei Männer einen 27jährigen Syrer an einer Straßenbahnhaltestelle zusammen, anschließend flüchten sie unerkannt.

Quelle: »Taz«, »Neues Deutschland«