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No-Go-Area Deutschland

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No-Go-Area Deutschland

Im Dezember haben wir die Onlinerubrik No-Go-Area Deutschland einstellen müssen. Den Anspruch dieser Chronik, monatlich rassistische und antisemitische Vorfälle möglichst vollständig aufzuführen, konnten wir mit den konkret zur Verfügung stehenden Mitteln nicht mehr aufrechterhalten. In einem Land, in dem beinahe täglich Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesetzt und Menschen aus rassistischen Motiven beleidigt, gejagt und angegriffen werden, hätte die gesamte Redaktion damit zu tun, diese Vorfälle aus dem ganz normalen deutschen Alltag auch nur einigermaßen vollständig zu dokumentieren. Wir verweisen gerne auf die gemeinsame Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle von Pro Asyl und der Amadeu-Antonio-Stiftung und auf Seiten wie netz-gegen-nazis.de, die die Drecksarbeit auch in Zeiten von Pegida und Co. weiterhin machen. Vielen Dank an Bea Dorn und Svenna Triebler, die über Jahre hinweg die No-Go-Area für konkret zusammengestellt haben. Dank auch an alle Leserinnen und Leser, die uns auf rassistische und antisemitische Vorfälle hingewiesen haben.

Spremberg: Feuer in geplanter Asylunterkunft

02.11.2015 12:55

In Spremberg (Brandenburg) kommt es im Keller einer geplanten Flüchtlingsunterkunft zu einem Brand. Die ehemalige Schule wird derzeit für die Unterbringung von 100 Asylsuchenden ausgebaut, die Brandursache ist noch unklar.

Quelle: »Tagesspiegel«

Hessen: Geplante Flüchtlingsunterkunft verwüstet

02.11.2015 12:54

Im hessischen Walluf dringen unbekannte Täter in eine geplante Asylunterkunft ein und setzen sie teilweise unter Wasser. Die Gemeinde hatte die leerstehende Pension vor Kurzem für die Unterbringung von Asylsuchenden erworben.

Quelle: »Wiesbadener Kurier«

Grevesmühlen: 250 bei »MVgida«

02.11.2015 12:53

Bei einem Aufmarsch der »MVgida«-Bewegung in Gevesmühlen mit etwa 250 Teilnehmern nimmt die Polizei mehrere Anzeigen wegen des Verdachts der Volksverhetzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Symbole auf. Ein 18jähriger soll bereits im Vorfeld den Hitlergruß gezeigt haben, während der Demonstration kommt es zu mehreren volksverhetzenden Äußerungen.

Quelle: »Ostsee-Zeitung«, Polizei Wismar

Rechte Aufmärsche, eine Übersicht

01.11.2015 13:10

In Schwerin nehmen am Wochenende rund 300 Personen an einem Aufmarsch der rechten Initiative »Deutschland wehrt sich« teil, dagegen protestieren insgesamt 400 Menschen mit einem »Posaunenkonzert gegen Gewalt« und einer anschließenden Kundgebung. In Teterow (MV) übertönen Kirchenglocken und vom Rathaus abgespielte Musik die Redebeiträge eines rassistischen Aufmarschs mit 150 Teilnehmern.In Rudolstadt (Thüringen) nimmt eine unbekannte Zahl von Teilnehmern an einem Fackelmarsch des »Pegida«-Ablegers »Thügida« vor eine Flüchtlingsunterkunft teil, in Dresden-Laubegast versammeln sich etwa 350 Hassbürger zu einem unangemeldeten Aufmarsch gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft. In Cottbus und Senftenberg (beides Brandenburg) beteiligen sich 460 bzw. 200 Personen an rechten Aufmärschen.

Quelle: »Neues Deutschland«, »Märkische Allgemeine«

Bayern: Angriff auf geplante Flüchtlingsunterkunft

01.11.2015 13:02

Im Kelheim (Bayern) werfen Unbekannte vier Fensterscheiben eines ehemaligen Gasthauses ein, in dem in Kürze 30 Asylsuchende untergebracht werden sollen. Ein rassistischer Hintergrund könne »nicht gänzlich ausgeschlossen werden«, so die Polizei.

Quelle: A.i.d.a.

Proteste gegen AfD-Aufläufe, kein Durchkommen in Hamburg

31.10.2015 14:06

Die AfD stößt in mehreren Städten auf Proteste. In Berlin demonstrieren rund 300 Menschen gegen eine Kundgebung der Rechtspartei vor dem Roten Rathaus, an der etwa ebenso viele Personen teilnehmen. Im bayrischen Passau mobilisieren die rechten Hetzer etwa 1.300 Anhänger, an einer Gegendemonstration beteiligen sich ca. 650 Menschen. In Hamburg erscheinen trotz einer norddeutschlandweiten Mobilisierung nur etwa 500 Teilnehmer zu einer geplanten AfD-Demonstration. Diese fällt aus, weil mehr als 1.000 Gegendemonstranten die Auftaktkundgebung umzingeln und damit ein Loslaufen der Rechten verhindern.

Quelle: »Berliner Morgenpost«, »Neues Deutschland«

Nürnberg: Angriff auf linkes Zentrum

31.10.2015 14:03

In Nürnberg greifen Unbekannte nach Abschluss des örtlichen »Pegida«-Aufmarschs das linke Zentrum »Schwarze Katze« an, sie werfen eine Scheibe mit einem Stein ein. Während die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort ist, um »Pegida«-Anhänger vor Gegendemonstranten zu schützen, teilt sie über eine Stunde nach dem Angriff mit, dass keine Streife zur Aufnahme des Vorfalls verfügbar sei.

Quelle: A.i.d.a.

Sachsen: Angriff auf Flüchtlingsheim

30.10.2015 14:18

In Frankenberg (Sachsen) randalieren mehrere Personen vor einer Asylunterkunft und werfen eine Bierflasche gegen ein Fenster; eine 25jährige Bewohnerin erleidet einen Schock und muss ambulant behandelt werden. Die Gruppe, die zuvor bereits in der Nähe des Bahnhofs rassistische Parolen gegrölt haben soll, flüchtet unerkannt, bevor die Polizei eintrifft.

Quelle: »Freie Presse«

Sebnitz: Angriff auf Wohnung von Asylsuchenden

30.10.2015 14:08

Im sächsischen Sebnitz werfen Unbekannte ein Wohnungsfenster ein und treten die Haustür des Gebäudes ein. In zwei Wohnungen des ehemaligen Obdachlosenheims sind derzeit Asylsuchende untergebracht, die zum Tatzeitpunkt aber nicht anwesend sind. Andere Bewohner des Hauses, die von dem Lärm aufgeschreckt werden und im Treppenhaus auf die vier Täter treffen, berichten, diese hätten verlangt zu wissen »wo die Kanaken sind«. Laut Polizei komme aufgrund Wortwahl der Angreifer eine politische Motivation infrage, aber auch andere Varianten könnten »nicht ausgeschlossen« werden.

Quelle: »Sächsische Zeitung«

Rheinland-Pfalz: Potentielle Asylunterkunft verwüstet

29.10.2015 15:09

In Landscheid (Rheinland-Pfalz) verwüsten Unbekannte ein leerstehendes Hotel, das als mögliche Asylunterkunft im Gespräch ist. Die Täter zerstören in nahezu allen Räumen das Mobiliar, entleeren  Feuerlöscher und entzünden ein Feuer, das jedoch von selbst erlischt. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs, Sachbeschädigung, der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie des Verdachtes der versuchten Brandstiftung, mögliche rassistische Motive der Täter werden dabei nach eigener Auskunft besonders in die Ermittlungen einbezogen.

Quelle: »Eifel-Zeitung«