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von konkret

»Barbar in zivil« titelte konkret im Januar 2002 über den damaligen US-Präsidenten George W. Bush, der heute nur Gutes über seine Untergebenen von der CIA und ihre Methoden der »Informationsbeschaffung« zu sagen weiß. In konkret 6/04 schrieb Hermann L. Gremliza: Die Weltmacht aber … hat an ihrer Spitze einen politischen Kretin und um diesen ein Ensemble, das zu ihm passt, und nichts macht so ratlos wie die Frage, warum die Bourgeoisie des höchstentwickelten kapitalistischen Staates sich ihre Politik von derart inferiorem Personal machen lässt. An einem Tag, da die den USA auf ausdrückliche Weisung des Verlegers und entgegen der Stimmung im Lande herzlich zugetane deutsche »Welt« fragte, »was für asoziale und degenerierte Individuen« Washington »im Namen von Demokratie und Menschlichkeit« in den Irak schicke, antwortete George W. Bush der ganzen Welt: »Die Truppen, die wir im Irak haben, sind die Edelsten der Edelsten, fantastische Bürger der Vereinigten Staaten, die die hervorragendsten Qualitäten Amerikas repräsentieren.«

Was längst nicht mehr zu beweisen war, beweist der Kommentar des Kretins zum Senatsbericht über die Folterpraxis der CIA: »Wir können uns glücklich schätzen, Männer und Frauen zu haben, die bei der CIA hart für uns arbeiten.«

 

»Spiegel Online« kommentiert die Minirechtschreibreform bei konkret: Das »ß« wankt, aber es steht noch. Seit der Rechtschreibreform von 1996 ist der Buchstabe zu einem Bekenntnissymbol geworden, das unabhängig von der politischen Gesinnung eines Autors dessen Nichteinverstandensein mit dem verordneten Sprachgebrauch anzeigt. Manchmal ist das »scharfe S« auch eine Warnung: Wo es auftaucht, wird oft scharf gedacht und mindestens ebenso scharf polemisiert, ohne Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Leser. In ihrer Oktoberausgabe meldete die Redaktion der Zeitschrift konkret, in Zukunft auf das ß verzichten zu wollen, »jedenfalls dort, wo der Buchstabe unter Lesern und Leserinnen zunehmend für Irritationen gesorgt hat«. Mancher wird das bedauern: Für Irritationen zu sorgen ist schließlich eine der Stärken dieser kratzbürstigen Zeitschrift.

Auch ohne irritierendes ß sorgt konkret für Irritationen: Mit dem neuen Layout des Heftes ist die Schriftgröße zwar nicht, wie mitunter vermutet, kleiner geworden, allerdings ist die Schrift etwas dünner, was einige Leser/innen dazu bewogen hat, sich bei der Redaktion zu beschweren: Wir sollten dem Heft doch künftig bitte eine Lupe beilegen. Damit alle, möglichst ohne zusätzliche Hilfsmittel, besser lesen können, was andere nicht wissen wollen, haben wir, beginnend mit dieser Ausgabe, die Schrift vergrößert.

 

Soeben ausgeliefert: Jörg Kronauers Buch »Ukraine über alles!« Ein Expansionsprojekt des Westens (konkret texte 66, 215 Seiten, 19,80 Euro). Darin analysiert der Autor die Interessen, die vor allem die Bundesrepublik und die Vereinigten Staaten zur Einmischung in inner-ukrainische Angelegenheiten veranlasst haben: Welche Instrumente und Machtmittel hat die westliche Politik eingesetzt, um die Ukraine in ihren Einflussbereich zu ziehen? Gastautor Erich Später gibt dazu einen historischen Überblick und beschreibt jene Tradition der Ukraine, an welche die westlichen Staaten dabei anknüpften: die der NS-Kollaboration der »Organisation Ukrainischer Nationalisten«.

 


Empfehlung: In der Grazer Wandzeitung »Ausreißer« heißt es über Barbara Kirchners Buch Dämmermännerung. Neuer Antifeminismus, alte Leier (konkret texte 61): »Ungezwungener Stil, Satzkonstruktionen, die Peter Handke neidisch machen könnten, ein Infragestellen der Fragestellungen, die –auch abseits von WikiMANNia und anderen Wahnsinnigkeiten der neuen Männerbewegung und des Antifeminismus – immer wieder auf den (Stamm-)Tisch gepackt werden.«

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