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Ein Volk gibt Gas

Wer nach Weimar reist, kann deutsche Geschichte erleben, zumal solche, die, anders als die Klassik, nicht und nicht vergeht, derweil die Deutschen das Selbstverschuldete sowie den Zufall weiterhin stramm fürs Schicksal halten. Besucher, die die Stadt etwa mit dem Zug erreichen, können am Hauptbahnhof einen Bus der Linie 6 sehen, Endhaltestelle: Buchenwald. Wie üblich sind die Busse breitseitig mit übergroßer Werbung beklebt, jenes Gefährt jener Linie mit jener Endhaltestelle etwa zuweilen mit jener der hiesigen Stadtwerke, deren Slogan lautet: »Weimar gibt GAS!« Da es aber in der Berliner Republik mündige Weimarer gibt, nörgelt ein einheimischer Blogger (derthueringer. blogspot.de): »Und auch wenn die Opfer in diesem Lager nicht vergast wurden, zeugt der Werbespruch nicht eben von Feinfühligkeit. « Nicht eben. Und auch wenn kaum was war, plaudert der anpackende Spruch die Scheißegalität gasgebender Einwohner eines geschichtsvergessenen Landes, die Flüchtlingen arglos Baracken im Außenlager des KZ Buchenwald in Schwerte zur Unterkunft anbieten, gutgelaunt aus.

Dirk Braunstein

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