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Mut zur Lücke

»Intelligenz ist, was der IQ-Test misst.« Das wird häufig von denen vorgebracht, die bezweifeln, dass sich so einfach quantifizieren ließe, was Menschen so an PS in der Denkmurmel mit sich herumtragen. Oft kommt diese Kritik von Linken, die Elitedünkel und Biologismus wittern – wobei man auch diese Bereitschaft, Dinge in Frage zu stellen, als Zeichen von Intelligenz werten könnte.

Was dann wiederum in Einklang stünde mit dem, was kanadische Forscher in einer Langzeitstudie herausgefunden haben: Wer als Kind beim IQ-Test schlecht abschneidet, tendiert im späteren Leben zu Rassismus, Autoritätsdenken und anderen Einstellungen aus dem rechten politischen Spektrum, schlaue Menschen hingegen sind eher liberal bis links – und zwar unabhängig von der sozialen Herkunft. Dieses Ergebnis bestätigt nicht nur ähnlich gelagerte Studien der vergangenen Jahre, sondern auch die Alltagserfahrung:

Wem ein Blick in die Internetforen der »Abendlandbesitzer« (Stefan Gärtner) oder der AfD nicht genügt, sei auf eine geplante NPD-Demo in Freiburg Ende Januar verwiesen, die ausfiel, weil die Nazis in den falschen Zug gestiegen waren.

Keine Regel ohne Ausnahme: Ohne Frage gibt es auch intelligente Rechte (irgendwer muss die ganzen Deppen ja auch anführen), und die Existenz von dummen Linken wird niemand bestreiten, der schon einmal an einer entsprechend gelagerten Demonstration teilgenommen hat.

Insgesamt scheinen die Erkenntnisse der Forscher jedoch stimmig; es ist sicher kein Zufall, dass Sie – ja, genau Sie! – diesen Text ausgerechnet in konkret lesen. Das vermag allerdings nur bedingt optimistisch zu stimmen. Zwar entspricht der Intelligenzquotient per definitionem einer Gaußschen Normalverteilung, will heißen, es gibt ebenso viele Dumme wie Kluge in der Bevölkerung. Jedoch orientiert sich zum einen die Politik generell nach unten, zum anderen kommt hier ins Spiel, was als Dunning-Kruger-Effekt bekannt ist: Je inkompetenter ein Mensch ist, umso mehr neigt er dazu, seine Fähigkeiten zu überschätzen – und umgekehrt. Also, liebe Leser: Schluss mit der falschen Bescheidenheit! Dann klappt es vielleicht doch noch mit dem Kommunismus.

Svenna Triebler (IQ: 134)

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