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Halluzinazionen

Nein, nicht alle freuten sich so ausgiebig auf die Freiwild-Tour wie die »Bildzeitung«, die unter dem Titel »Brumm, brumm, rocken – hier zieht die Freiwild-Karawane los« ein 28 Sekunden dauerndes Schwarzweißvideo gezeigt hat, in dem mehrere mit Bandlogos verzierte LKW auf nächtlichen Straßen undeutlich zu sehen sind. In Hamburg war sogar eine Onlinepetition gegen den Auftritt der Combo gestartet worden – das dortige »Abendblatt« sprach sich allerdings in einem Kommentar gegen eine Absage des Gigs aus, man müsse »Freiwild aushalten«. Die »dummdreiste Polemik« der Band könne zwar »der Soundtrack zu Pegida sein«, aber: »für ein Berufsverbot – nichts anderes wäre eine Konzertabsage – darf das nicht reichen«.

Der »Wiesbadener Kurier« ging in einer Konzertkritik sogar noch ein bisschen weiter: Natürlich jage einem Philipp »Burgers Organ schon mal einen Schauer über den Rücken«, wenn der Sänger »die Heimathymne ›Südtirol‹ mit rollendem R und einem zackigen ›eins, zwo, drei, vier‹ einläutet.« Aber »gute Güte, wer hier gleich Nazis, Chauvinismus oder Rassismus« halluziniere, »dem sei der Besuch bei einem Gangsta-Rapper wie Lil Wayne oder dem Ruhrgebietshooligan Veysel empfohlen.« Da gehe es »viel eher indexreif zur Sache«. Wer Burger, dem – angeblich versehentlich – schon mal ein Goebbels-Zitat rausrutscht, will rechte Gunst erweisen, berufe sich auf die Meinungsfreiheit – das neue »Man wird ja wohl noch sagen bzw. singen dürfen«. Elke Wittich

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