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von konkret

Nachträge zum Titelthema Rassenkunde. Noch in der Silvesternacht hatte ein Sprecher der Kölner Polizei erklärt: »Wie ein Nordafrikaner grundsätzlich aussieht, das weiß man.« Ein paar Tage brauchte die Behörde, um die tatsächlichen Ergebnisse des Racial Profiling am Dom zu lesen. Dann stand fest: Die Polizei hatte 2.500 Männer überprüft, viele davon mehrfach. Von 674 Personen wurde die Identität ermittelt, von 425 Personen konnte die Nationalität festgestellt werden. Von diesen 425 waren 99 Iraker, 94 Syrer, 48 Afghanen und 46 Deutsche. 17 waren Marokkaner und 13 Algerier. Weil eben für einen ganz normal rassistischen deutschen Polizisten Iraker, Syrer und Afghanen grundsätzlich nordafrikanisch aussehen. Da tut es wohl, die besonnene Stimme einer deutschen Frauenführerin zu hören, die zwischen Silvester und dem Geständnis der Polizei noch schnell diese Wahrheit über die Nafri-Riots der beamteten Rassekundler bei der »Frankfurter Allgemeinen« abliefern musste:

Dieselbe Sorte Mann wie vor einem Jahr legte es darauf an, in Köln auf ihre Art zu »feiern «. Es handelt sich um entwurzelte, brutalisierte und islamisierte junge Männer vorwiegend aus Algerien und Marokko. Wäre die Polizei diesmal nicht von Anfang an konsequent eingeschritten, wären wieder Hunderte Frauen mit sexueller Gewalt aus dem öffentlichen Raum verjagt, und die »hilflosen« Männer an ihrer Seite wären wieder gedemütigt worden.

Grundsätzlich vorwiegend.

Alice Schwarzer hat in den letzten vierzig Jahrgängen konkret 269mal Erwähnung gefunden, die Erika Steinbach, der sie in jüngster Zeit politisch immer näher gerückt ist, circa 80mal, häufig mit dem Zusatz, sie sei die Präsidentin einer NS-Nachfolgeorganisation. Dass die meisten Gründer der Vertriebenenverbände und auch des Bundes der Vertriebenen, dem Steinbach vorsaß, der NSDAP, der SA, der SS und anderen NS-Organisationen entstammten, störte indes weder die Christenpartei noch die Koalitionspartner, und so blieb die – seit 2014 ehemalige –Präsidentin einer NS-Nachfolgeorganisation Beauftragte der Unionsfraktion für Menschenrechte und humanitäre Hilfe. Weil ihr die Union am Ende doch nicht genug Nachfolgeorganisation war, verließ Steinbach unter Beibehaltung der Diäten die Partei. Ob sie jetzt ein Gericht anruft? Oder wartet sie, bis die AfD regiert?

Ein Brief aus Berlin:

Es werden weiterhin »die letzten Tage der Menschheit« (Karl Kraus) sein, die durch diejenigen unmenschlichen Akte angekündigt werden, die ihre Justiziabilität dem Pflichtteilserbe aus Nürnberg in Gestalt des Paragrafen 7 des Völkerstrafgesetzbuches (VStGB) verdanken, dennoch heißt dieser Tatbestand entgegen den Ausführungen auf Seite 28 Ihres schönen Büchleins Haupt- und Nebensätze tatsächlich »Verbrechen gegen die Menschlichkeit « – sowohl dem Gesetzeswortlaut als auch dem deutsch-englischen Wörterbuch nach.

Martin Ratheke

Und eine Antwort:

Dank für Ihren Brief und die Grüße, aber Sie irren. »Crimes against Humanity« sind Verbrechen gegen die Menschheit. Vielleicht schauen Sie mal in Hannah Arendts polemische Anmerkungen zur falschen Übersetzung (»Menschlichkeit«) in Eichmann in Jerusalem nach. Da konnte sie nicht wissen, dass die falsche Übersetzung später in diverse Wörterbücher eingehen würde (natürlich vorneweg der Duden, in dem es auf einen Fehler mehr nicht ankommt).

Hermann L. Gremliza

Termine:

Die »drei Chronöre Horst Tomayers« – Marit Hofmann, Christoph Hofrichter und Fritz Tietz – präsentieren am 27. Januar um 20 Uhr im Hamburger Polittbüro (Steindamm 45) Texte und (Bewegt-)Bilder von und mit dem Dichter, Schauspieler und konkret-Kolumnisten Horst Tomayer.

Martin Jürgens liest am 15. Februar um 19 Uhr in Hamburg, Chavis Kulturcafé, Detlev- Bremer-Straße 41, aus seinem Buch Liebesmüh. Intime Aufzeichnungen und aus seiner konkret-Serie neue hieroglyphen.

Am 16. Februar um 19 Uhr stellt Tomasz Konicz in Potsdam, Café Haus Zwei, Friedrich- Engels-Straße 22, sein Buch Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft (konkret texte 68) vor.

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