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von konkret

Gefühlte zehntausend Mal hat die deutsche Journaille anlässlich der US-Wahlen den Präsidenten der USA den »mächtigsten Mann der Welt« genannt. In Gremlizas Haupt- und Nebensätze lesen wir dazu, den mächtigsten Mann der Welt stelle der Präsident »nur dar. Nichts, was er tut, tut er aus freien Stücken, außer Praktikantinnen ficken, und auch das ist nicht gewiss.«

In konkret vom Juni 2009 schrieb derselbe Autor über den damals größten »Hoffnungsträger « der Journalisten: »Dabei war Obamas Zauber vor allem ihr fauler Zauber. Der Präsident der USA ist der Präsident der USA ist der Präsident der USA. Irgendwann ist er auch noch Republikaner oder Demokrat, und irgendwie muss er auch heißen: Reagan, Clinton, Bush, Obama. Wer die Reihenfolge umkehrt, blamiert sich und blamierte, gäbe es noch irgendwas, womit man sie blamieren könnte, die Innung.«

Jetzt heißt Obama Trump, und besorgt fragt nicht nur die Illustrierte »Focus«, was wohl geschähe, wenn Trump nach dem roten Telefon griffe, um mit dem streng geheimen Code den Befehl zum Beginn eines Atomkriegs zu geben. Wir haben unseren Herausgeber gefragt. Seine Antwort: »Von der anderen Seite der Leitung wird zu hören sein: Hello, Mr. President. At the moment nobody is home. But you can leave a message after the beep. Or drop some candies in our mailbox. « Und dann läuft auf einer Endlosschleife Beethovens Albumblatt für Elise, gespielt von Liberace.

 

Über Gremlizas Buch schreibt Thomas Blum im »Neuen Deutschland« vom 12. November: »Irgendwer beim Verlag Suhrkamp scheint, nach über 40jährigem Wirken Gremlizas als Herausgeber von konkret …, plötzlich dessen Existenz bemerkt zu haben. Denn soeben erschien überraschend in der Edition Suhrkamp ein schmales Bändchen, das Gedanken von ihm ›aus den letzten zwei Jahrzehnten‹ versammelt. Gremlizas Kritik der hiesigen Zustände decouvriert an der kaputten und mit Ideologie vollgesogenen Sprache der Medien und der Politik die Armseligkeit des Denkens jener, die sich im Kulturund Politzirkus in die vorderen Reihen drängen. Und er geht nicht der alten Lüge auf den Leim, Kritik müsse stets eine ›konstruktive‹ sein, eine, die treuherzig die vermeintliche Pflicht zum ›besseren Vorschlag‹ mit sich trägt wie der Hund das Stöckchen, oder gar eine, die im Parteiauftrag daherkommt. Seine Kritik ist eine spottende, eine im besten Sinne rücksichtslose, unversöhnliche.«


Foto: Konstantin Gremliza

Nach der überfüllten Lesung im Roten Salon der Berliner Volksbühne (mit Dietmar Dath) stellt Hermann L. Gremliza sein Buch am 6. Dezember um 20 Uhr unter dem Titel »Scheiß Deutschland!« im Frankfurter Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, vor.  

Unter dem Titel »Unterwegs für einen guten Zweck« berichtet die »Taz« über die Versteigerung von Horst Tomayers Fahrrad: »Zum Geburtstag Tomayers am 1. November ließ die konkret-Redaktion das gute, wenn auch nicht mehr langstreckentaugliche Stück im Internetauktionshaus versteigern … 286 Euro hat die ›Karre‹ (korrekt: der Karren; d. Red.) eingebracht. Der Erlös soll der Verbreitung des ›Worts Hottes‹ zugute kommen. Oder die Tomayer-Gedenkradfahrer unterstützen, die sich zu seinen Ehren seit 2014 einmal im Jahr auf den Weg von Hamburg nach Berlin machen.«

Die Redaktion gratuliert dem Hamburger Gewinner der Auktion. Die »drei Chronöre Horst Tomayers«, Fritz Tietz, Christoph Hofrichter und Marit Hofmann, präsentieren unter dem Titel »Das Wort Hottes« Texte und Filme von und mit Horst Tomayer am Sonntag, den 27. November, um 20 Uhr im Hamburger Golem (Große Elbstraße 14).

Stephan Grigat stellt sein Buch Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung (konkret texte 64) vor: 30.11. Bremen, 19.30 Uhr, Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstraße 30; 1.12. Heidelberg, 19 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 14, Universitätsplatz; 2.12. Großburgwedel, 19 Uhr, Amtshof, Auf dem Amtshof 8; 3.12. München, 18 Uhr, LMU München, Hörsaal E004, Geschwister-Scholl- Platz 1.

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