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von konkret

Zu Gremlizas Kolumne »Allahs Föttchesföhler« schreibt konkret-Leserin Salome Marsch:

Wenn man der Zelebrierung Ihrer intimen Kenntnisse der deutschen Grapschszenen glauben dürfte, dann stünde deutsche Grapscherei der muslimischen in nichts nach. Es gibt da jedoch einen wesentlichen statistischen Unterschied. Gegen deutsche Übergriffe kann sich eine Frau wehren, wenn sie will und das trainiert hat, während sie bei muslimischen Übergriffen entweder im Krankenhaus oder auf dem Friedhof landet. Das festzustellen hat mit Rassismus nichts zu tun. Es ist der auf viele Ethnien verteilte, rückständige Islam, der die Submission der minderwertigen Frau unter das Patriarchat mit Erfolg predigt. Da sind die von Ihnen gehassten deutschen Männer doch ein paar Schrittchen weiter. Es gibt unter ihnen auch viele Rüpel, aber sie haben inzwischen gelernt, eine Ohrfeige oder das verbale Pendant einzustecken.

Da ist so viel Wahres dran, dass Selbstkritik nicht die dümmste Reaktion schien – bis zum bösen Ende, an dem Salome Marschs Brief die erhellende Wende nahm:

Apropos Ohrfeige: Vielleicht täte Ihnen auch eine gut, damit Sie aufwachen und sehen, welcher Art der Mob von muslimischen Machos ist, den Frau Merkel aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland lockt, wo er uns das Leben schwermacht (u. a. auf dem Oktoberfest).

Und schon weiß man wieder, wo man lebt.

In konkret 1/16 war über das Ergebnis der Volksabstimmung über die Hamburger Olympia- Bewerbung zu lesen, die obsiegenden Gegner feierten da etwas, »das in Streit um Asterix dem Antreiber der Rudersklaven den Namen gibt: ihren Siegalapyrrhus«. Denn, fragte der Kolumnist, »was wird die Regierung tun, den eigentlichen Zweck der Olympia- Bewerbung, nämlich den Transfer der Milliarden aus öffentlichen Kassen in private Taschen, dennoch zu erfüllen? Sie wird die Umverteilung durch allerlei andere Programme, Gesetze und Verordnungen auf andere Weise organisieren.« Und schon wenige Wochen später hatte der rotgrüne Senat was gefunden: die Konferenz der großen Tiere aus den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern. Dieser G20-Gipfel wird summa summarum eine Milliarde Euro kosten – das bedeutet in einer Woche mehr Umverteilung öffentlicher Mittel in private Taschen als in neun Jahren Elbphilharmonie und fast gar nichts gegen die fünf Milliarden in zehn Jahren für den Flughafen Berlin- Brandenburg.

Beim Streichen zweier Zeilen aus der Rubrik express in konkret 3/16 ist dieses entstanden:

In Wahrheit hat der Westen in Rom wie in Berlin seine Werte tapferer verteidigt als Robin Hood den allerwertesten Wert, den mit Recht sogenannten Mehrwert …

Im Manuskript stand:

In Wahrheit hat der Westen in Rom wie in Berlin seine Werte tapferer verteidigt als wie Robin Hood eingelegt in altem Biermann, voran – unter Hintanstellung des Kulturklimbims – den allerwertesten Wert, den mit Recht sogenannten Mehrwert …

Die Redaktion bittet, das Missgeschick zu entschuldigen.

»Mit seinem prägnanten Essay Klassenkampf im Dunkeln. Zehn zeitgemäße sozialistische Übungen entwirft Dietmar Dath für uns seine Vision einer sozialistischen bzw. kommunistischen Gesellschaft, die sich auf den derzeitigen Stand der Produktivkräfte stützt«, schreibt Sibylle Weicker in der Zeitschrift »Widerspruch« über Daths konkret-texte- Band 65. »Zentraler Ansatzpunkt ist, die Ausbeutung der Arbeitskraft unmöglich zu machen … Nur so kann für Dath eine Aneignung seines Modells durch die Herrschenden ausgeschlossen werden. Dass dies mit Brechts Worten ›das Einfache, das schwer zu machen ist‹ bleibt, ist ihm bewusst, und so gibt uns Dath im letzten Kapitel zehn konkrete Handlungsanweisungen um das Bestehende zu verändern. Denn, egal wie schwierig die Ausgangslage,›eins ist sicher, wer sie bloß anstarrt, macht sie schlimmer‹.«

Christian Baron schreibt im »Neuen Deutschland« zu Tjark Kunstreichs Dialektik der Abweichung. Über das Unbehagen in der homosexuellen Emanzipation (konkret texte 67):

Kunstreich sieht ein »Assimilierungsparadox«, das der liberalkapitalistischen Gesellschaft inhärent sei … Ein demokratisch verfasstes, aber der Jagd nach Profit unterworfenes Sozialwesen, das einen abweichenden Lebensstil zunehmend tolerieren muss, findet … immer Wege, dieses Verhalten für die eigenen Belange zu vereinnahmen. In seinen Essays, die überwiegend auf akademischen Vorträgen beruhen, verzichtet Kunstreich zur Illustration seiner Thesen leider weitgehend auf popkulturelle Beispiele, wie es sie vor allem im Kino haufenweise gibt. Insbesondere ein deutscher Film aus dem Jahr 2014 taugt als Exempel für den Kulturalismus, der die homosexuelle Emanzipation auf halbem Wege aufhielt, indem er das Klischee vom reichen Lifestyle-Schwulen verabsolutierte. Das an den Kinokassen erfolgreiche, aber inhaltlich wie ästhetisch indiskutable Machwerk trägt den Titel »Coming In«.

Die »Titanic« bringt in ihrer März-Ausgabe »einen respektvollen Toast« aus »auf den komplex-ironischen Sprachfeinarbeiter« Martin Jürgens und die kürzlich erschienene Auswahl seiner konkret-Serie neue hieroglyphen in Buchform: Frau Merkel sieht auf ihrem Schuh ein Streifenhörnchen, das sich putzt (Neofelis).

Termine: Thomas Ebermann trägt zum Thema »Rechte Leute von links« (sein gleichnamiger konkret-Artikel erschien in der Ausgabe 1/16) vor: Am 5. April um 19 Uhr in Potsdam, Freiland, Friedrich-Engels-Straße 22; am 8. April um 21 Uhr in München, Kafe Marat, Thalkirchnerstraße 102; am 9. April um 19 Uhr in Regensburg, Linkes Zentrum, Dahlienweg 2a; und am 10. April um 19 Uhr in Nürnberg, Zentralcafé im K4, Königstraße 93.

Am 25. April um 19 Uhr stellt Stephan Grigat sein Buch Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung (konkret texte 64) in Marburg, Hörsaalgebäude, Biegenstraße 10, vor.

Wenzel Storchs Theaterstück »Das Maschinengewehr Gottes«, das auf konkret-Texten basiert, wird am 9. April um 20 Uhr im Dortmunder Schauspielhaus, Theaterkarree 1–3, aufgeführt.

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