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von konkret

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„Was unterscheidet das kopulierende Schwein vom Ziegenficker?“ Auf den ersten Blick allerlei. Was die „Süddeutsche Zeitung“ mit ihrer Fangfrage will? Von der „Badischen Zeitung“ bis zum „Freitag“ weisen die Medien bei der Berichterstattung zum Fall Böhmermann auf eine ältere Geschichte hin. 1987 nämlich entschied das Bundesverfassungsgericht über eine Verfassungsbeschwerde des Karikaturisten Rainer Hachfeld, der in konkret mehrere Zeichnungen veröffentlicht hatte, die den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß als Schwein beim Beischlaf darstellen und für die Hachfeld in erster Instanz zu einer Geldstrafe wegen Beleidigung verurteilt worden war. Das BVG wies die Beschwerde des Zeichners zurück und meinte: „Gerade die Darstellung sexuellen Verhaltens, das beim Menschen auch heute noch zum schutzwürdigen Kern seines Intimlebens gehört, sollte den Betroffenen als Person entwerten, ihn seiner Würde als Mensch entkleiden." Und eben das Wegreißen dieser Klamotte, also der Würde, sei durch die Kunstfreiheit nicht gedeckt. Was für kopulierende Schweine gilt, müsste also auch fürs Ziegenficken, eben für Böhmermanns Pubertätspoesie gelten. An weiteren Spekulationen zoophiler Natur will sich die Redaktion nicht beteiligen. Was allerdings in Sachen Böhmermann konkret vom handelsüblichen Schweinejournalismus unterscheidet, lesen Sie in diesem Heft auf Seite 33.

 

Neues Jahr, neue Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt! Auch 2016 wird ein verlängertes Sommerwochenende dem Gedenken des 2013 verstorbenen Autors, Schauspielers und konki-Hausdichters Horst Tomayer gewidmet. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren werden sich an einem noch zu terminierenden Juli-, August- oder September-Weekend erneut alle, die Zeit, Lust und genügend Mumm haben, auf einen wie auch immer gestalteten Radweg von Hamburg nach Berlin begeben. Natürlich kann die Strecke auch umgekehrt von Berlin nach Hamburg bewältigt werden. Wie überhaupt alle nur denkbaren Varianten der Etappenwahl und Streckenführung möglich sein sollten. Hauptsache, es radeln an besagtem Wochenende möglichst viele Gedenkradler und -radlerinnen irgendwo zwischen Hamburg und Berlin herum und huldigen auf diese Weise dem großartigen Horst Tomayer.

In der von Fritz Tietz eingerichteten offenen Facebook-Gruppe mit dem Titel "Die Horst-Tomayer-Gedenkradfahrt" können sich Interessierte zusammenfinden, Strecken- und Etappenvarianten diskutieren und abstimmen.

In dieser Ausgabe veröffentlichen wir anlässlich des 40. Todestags Ulrike Meinhofs einen Beitrag von Tomayer aus dem Jahr 1976. Der Text erscheint auf Hottes altem Stammplatz, der Seite 65 im Heft.

 

Luca Bubik schreibt in der Zeitschrift „Phase 2“ über Jörg Kronauers Buch „Ukraine über alles!“ Ein Expansionsprojekt des Westens (konkret texte 66):

Wohin diese deutsche Osteuropa-Politik der vergangenen zwanzig Jahre führen kann und muss, vermag nicht zuletzt das Beispiel Ukraine zu zeigen. Dies leistet Jörg Kronauer in seinem Buch, indem er die historische Genese und die gegenwärtigen Konsequenzen einer solchen Außenpolitik analysiert und kritisiert.

 

Frisch gepresst: Die neue konkret-CD-Rom mit allen Texten der Jahrgänge 1974 bis 2015 kann ab sofort beim Verlag oder hier bestellt werden.

 

Wenn die Krokusse lachen und die Maikätzchen blühen: Mit einer kleinen Frühlingsgeschichte beglücken Wenzel Storch und Gerhard Henschel in dieser Ausgabe nicht nur gestandene Kaplane und knackige Knaben (S. 60-64).

Zum Frühling passt auch Storchs Bilderbuch für kleine und große Arno-Schmidt-Fans, das im konkret-Verlag erhältlich ist. Erleben Sie in Arno & Alice (konkret texte 59) das Traumpaar der westdeutschen Nachkriegsliteratur beim Karneval in Bargfeld, auf großer Tandemtour oder beim Chillen auf dem Schauerfeld. Ein Leben zwischen Schinkenhäger und Maggi, Zettelkasten und Herzkollaps, mit Filz- und Buntstift, Pinsel und Feder in Szene gesetzt.

Wenzel Storchs gefeiertes neues Theaterstück „Das Maschinengewehr Gottes“ wird am 15. Mai um 18 Uhr im Dortmunder Schauspielhaus aufgeführt. 

 

Martin Jürgens liest aus seinem Buch Frau Merkel sieht auf ihrem Schuh ein Streifenhörnchen, das sich putzt, das eine Auswahl seiner konkret-Serie neue hieroglypen enthält, am 18. Mai um 17 Uhr im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152, Leipzig, und am 21. Mai um 20 Uhr im Theater im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, Münster.

 

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