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von konkret

Aus Fehlern lernen ist schwer, besonders aus dem Fehler der Leichtgläubigkeit betreffend die Solidität der eigenen Fans und Kritiker. Immer wieder lässt man so einen Elsässer zu nah an sich heran und hat für den Spott nicht zu sorgen. Manchmal aber macht man’s richtig, wie in dem Fall, in dem ein Autor der Illustrierten »Focus« für ein »Porträt« des konkret-Herausgebers einen Gesprächstermin erbat und eine Absage erhielt. Der Mann, er heißt Klonovsky, lamentierte über Gremlizas »Scheu, mich zu einem Tête-à-tête zu empfangen«, die »in einem bemerkenswerten Gegensatz zur Forsche Ihrer Glossen« stehe.

Das war 1995. Es dauerte nur noch elf Jährchen, bis die »Frankfurter Rundschau« über die Affinität von Burdas »Focus« und seinen »Chef vom Dienst« zu dem Nazi-Blatt »Junge Freiheit« schrieb:

Im Interesse der Meinungsfreiheit trat Klonovsky auch 2006 als Unterstützer der »JF« gegen ihren Ausschluss von der Leipziger Buchmesse auf (wie sein Chef Helmut Markwort) – »das hätte ich auch für konkret getan«.

Nicht ahnend, dass konkret die Zensur, die ein Büttel übt, der Meinungsfreiheit, die ein »Focus«-Redakteur reklamiert, jederzeit vorzöge. Weitere elf Jährchen später liest man:

Von Juni 2016 bis Anfang 2017 war Klonovsky parteiloser Berater von Frauke Petry. Seit dem Frühsommer 2017 ist er für die von Jörg Meuthen geführte Landtagsfraktion der AfD Baden-Württemberg als Fraktionssprecher tätig.

Er war, gleich hinter Markwort, Hubert Burdas bester Mann. Er hat wohl dessen Bambi nicht abwarten können.

 

Bis zum »Tageblatt fir Lëtzebuerg« (Großherzogtum Luxemburg) ist die Nachricht gedrungen, von der auch die Alten der»FAZ« sungen (und deren über ihren Doppelkopf gewachsene Westberliner Kinder in der »Taz«): dass die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen möglicher Volksverhetzung gem. § 130 StGB gegen Gremliza und zwei Redakteure ermittelt – aufgrund der Titelaufschrift »Kauft nicht bei Deutschen!« (konkret 11/17):

Den Grund für die Anzeige sieht Gremliza letztlich ohnehin ganz woanders – nämlich in der »Berichterstattung von über die kriminellen Übergriffe der Polizei beim Treffen der G20«.

Was man in Luxemburg – im Gegensatz zu Frankfurt und Berlin – schon weiß und deshalb zur Erklärung des Vorgangs anfügt:

Bei einem 41jährigen Hamburger Polizisten sind derweil »eine Pumpgun, ein Scharfschützengewehr und eine Maschinenpistole « gefunden worden. Außerdem soll er Nazi- Devotionalien besessen haben – darunter eine Hakenkreuzfahne und eine Reichskriegsflagge. Eine Suspendierung des Beamten sei allerdings »… nach eingehender Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nicht gerechtfertigt«.

Man sieht den »Konzentrationslager-Erhard « aus Ernst Lubitschs »Sein oder Nichtsein « geradezu vor sich, wie er in den Flur brüllt: »Scholz!!!«

 

Auf wie viele Erschossene, Verbrannte, Vergiftete oder sonstwie an Leib und Leben Versehrte es Vorbereitung, Führung und Liquidation des »Arabischen Frühlings« gebracht haben und noch bringen werden, bis die als NGO firmierenden Hilfstruppen der imperialistischen Staaten oder wenigstens die Linkischen der Kriegstreiber endlich ein Einsehen haben? Einer der beteiligten Vereine, der sich Stop the Bomb nennt und sein Geschäft in Wien betreibt, erhielt Mitte Januar diese Post:

Sehr geehrte Damen und Herren, einem Interview, das Ihr »Wissenschaftlicher Direktor « als »Experte« der »Bild«-Zeitung gegeben hat, entnehme ich, dass Sie die Erfolge des war on terror (Millionen tote Iraker, Libyer, Syrer) im Iran vollendet sehen wollen. Da ich nicht meine, dass nur ein toter Moslem ein guter Moslem ist, möchte ich an einer Propaganda, die diesem Motto folgt, nicht einmal den geringen Anteil haben, den der freiwillige Bezug Ihrer Mitteilungen bedeutet, und fordere Sie deshalb auf, meine Adresse aus Ihrem Verteiler zu streichen.

Froh in der Gewissheit, dass Israel seine Existenz als jüdischer Staat auch ohne Sie verteidigen kann,

Hermann L. Gremliza


Fußnote: Im November 2016 und im Februar 2017 hatten Jörg Kronauer und Michael Schilling in konkret geschrieben, dass »die Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul nicht minder brutal verläuft und nicht weniger zivile Opfer kostet als der Kampf um Aleppo«, den Springers Broder damals »schlimmer als Auschwitz« genannt hatte. (Auch so lässt sich der Holocaust leugnen.) Associated Press meldet, dass die irakische Armee 2017 bei der Eroberung von Mossul von der Terrormiliz Islamischer Staat 9.000 bis 11.000 Zivilisten getötet hat, fast zehnmal so viele wie in früheren Nachrichten angegeben.


konkret-Leser F. (wie Fülberth) aus M. (wie Marburg) fragt an, ob Michael Schilling »eventuell bereit wäre, auf Seite 24, 3. Spalte, Zeile 8 seines Beitrags ›Herrschende Leere‹ in konkret 1/18 den 30. April 1946 durch den 2. August 1945 zu ersetzen«. Er ist. Und entschuldigt sich für seine Googelei.

 

In der Reihe »Satire am Abend« der Partei Die Partei (Brandenburg) präsentieren konkret-Redakteurin Marit Hofmann (links) und Autor und Filmemacher Fritz Tietz (evangelisch) unter dem Titel »Wie ertragen die Eltern das bloß? oder: Wer hat Angst vorm Schwarzen Block?« wahre Fakes, echte Lügen und sauberen Schmuddelkram (darunter Abwegigkeiten rund um G20) in Wort, Bild und Tanz – am Freitag, den 16. Februar, um 20 Uhr im Café Haus Zwei, Freiland (Friedrich-Engels-Straße 22), Potsdam.

 

Am 28. Februar erscheint der Band Rudi Dutschke und Ulrike Meinhof. Geschichte einer politischen Freundschaft (konkret texte 72) von Jutta Ditfurth (siehe Vorabdruck auf S. 21–23 und Aboprämie auf S. 8).

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