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Editorial

2014/2015

Ihr ahnt, so, wie es ist, kann es nicht bleiben, aber das Schweinesystem erscheint übermächtig, ihr seid außerdem pleite und verkatert und wisst einfach nicht, wie etwas ändern? Das Kommunebuch.Utopie gemeinsam leben, das, lange vergriffen, soeben in aktualisierter Form erschienen ist (Rezension auf Seite 24), erklärt in seinem Methodenteil unter der Überschrift »Zukunftswerkstatt «, wie’s geht:

Sammelt zunächst »in freier und assoziativer Form … alle Kritikpunkte am aktuellen Zustand … Es kann bezüglich der Thematik zu negativ sein, nur die Probleme und Schwierigkeiten zu sammeln (De-Motivation!). Hier ist es sinnvoll, eine (neutrale) Bestandsaufnahme durchzuführen (›Was läuft gut bei uns, was ist schon vorhanden, auf das wir stolz sein können?‹, erst dann ›Was soll sich ändern, verbessern?‹).«

 In der »Phantasiephase … schaltet« ihr »die Schere im Kopf aus«, formuliert Kritikpunkte positiv um und sammelt »alle Ideen für eine phantasievolle Umgestaltung der Gegenwart«. In der Zwischenphase präsentiert ihr die Utopien im Plenum, das sich auf die interessantesten Konzepte einigt (»Reduktion«).

In der »Realisierungsphase« geht ihr »unter anderer Perspektive an die Entwürfe«: Was könnt ihr davon in die Realität umsetzen? Mit welcher Strategie? Die Ergebnisse präsentiert ihr im Plenum und haltet sie, »soweit sie akzeptiert werden, in einem Maßnahmenkatalog fest«. Bei der Nachbereitung verbreitet ihr die Ergebnisse auch über euren Kreis hinaus. »Es kommt zur Umsetzung eines konkreten Veränderungsprojektes.«

literatur konkret unternimmt in diesem Jahr eine Reise in die Gedankenwelt von alten und neuen Protestbewegungen, vom Kommunismus zur Kommune, vom Anarchismus zu Occupy, unterzieht linke Utopien einer Prüfung, stellt im Plenum aber auch persönliche Ideen der Autoren zur Diskussion. Welche Theorie ist heute noch gültig, welche Zukunftsvision hat sich erledigt, welche neue ist dazugekommen, welche fehlt? Haben Alternativen zum Kapitalismus eine Chance, scheint »eine andere Welt noch möglich«? Oder erschöpft sich Widerstand heute in Montagsdemos, der Forderung nach einem »Recht auf Stadt« oder nach Internet und Haschisch für alle?

Fotos von Demonstrationen aus aller Welt, die das Heft illustrieren, zeigen, wofür Unzufriedene früher auf die Straße gingen und heute gehen. Darunter befinden sich mit freundlicher Genehmigung des Verleihs W-Film drei Bilder aus der Dokumentation »Everyday Rebellion«, die seit 11. September aktuelle Protestbewegungen im Kino vorführt (Rezension siehe S. 20).

 

 

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