Empathy for the devil 

In seiner Ausgabe vom 7. Dezember 2019 zitierte der „Spiegel“ aus einem Beitrag von Tom Uhlig aus konkret 10/19, der sich mit dem Rechstpopulismus-Buch der Soziologin Cornelia Koppetsch befasst. Daraufhin merkte die konkret-Redaktion im Editorial der Ausgabe 1/20 an:

„Auch den Hinweis, dass Koppetsch bis 2015 einen Mitarbeiter beschäftigte, der heute Sprecher der AfD Berlin-Mitte ist, verdankt der „Spiegel“ der konkret-Kulturkolumne von Tom Uhlig aus der Oktober-Ausgabe. In Ungnade beim deutschen Feuilleton fiel Cornelia Koppetsch aber selbstverständlich nicht wegen ihrer von Uhlig beschriebenen politischen Nähe zum eigenen Forschungsgegenstand, sondern weil die Soziologin nicht sorgfältig genug zitiert hat und im Buch manche Quelle unterschlägt. Cornelia Koppetsch - ein Opfer des Systems der wissenschaftlichen Correctness.“

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Dämmen und dämmern

Es ist atemberaubend. Während der Staat mit zunehmend autoritären Maßnahmen auf die Corona-Pandemie reagiert, sehen einige schon das Ende des Kapitalismus – zumindest in seiner neoliberalen Ausprägung – gekommen. Von Christian Meyer

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Bestens integriert

Die etablierte Politik will mit den Nazis von der AfD nichts zu tun haben? Von wegen. Sie hat die Zusammenarbeit mit ihnen längst institutionalisiert. Ein Überblick von Peer Heinelt

Am 25. November vergangenen Jahres ließ der AfD-Bundestagsabgeordnete Tobias Peterka via Facebook wissen: »Die saft- und kraftlose CDU knickt wieder ein – nicht einmal der langjährige DPolG-Chef Rainer Wendt kann als Staatssekretär in Sachsen-Anhalt durchgesetzt werden. Wen mag das noch wundern?« Peterkas Häme ist durchaus nachvollziehbar,

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Hakenkreuz über Paris

Wie Köln nach Paris kam. Rezension einer Ausstellung. Von Dietmar Spengler

Paris, Sommer 1937. Ein letztes Mal, zwei Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg, gaben sich die Nationen auf der Weltausstellung (Exposition Internationale des Arts et Techniques dans la Vie Moderne) ein scheinbar friedfertiges Stelldichein.

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Stefan Ripplinger im Gespräch mit Jürgen Kiontke über »Kommunistische Kunst«

"Die Referenz, also der Verweis, ist oft das, was Werk und Welt miteinander verbindet. Klassisches Beispiel: Napoleon bei Stendhal. Ist das die historische Gestalt, ist es eine Fiktion? Wie funktionieren Referenzen im Alltag?

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Neusprech

Ausgerechnet die AfD inszeniert sich als Partei, die den Antisemitismus bekämpfen würde.

Von Olaf Kistenmacher

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Mit dem Schöpfungsbericht unterm Hosenträger

Am 23. April ist Norbert Blüm, Ex-Arbeitsminister und "das soziale Gewissen der CDU" (Deutschlandfunk), gestorben. In konkret 4/1985 schrieb Wolfgang Schneider über Ideologie und Praxis des Blümschen Um- und Abbaus des Sozialstaats.

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Nachfrage

Heute vor 50 Jahren legten Unbekannte Feuer im Wohnheim der Israelitischen Kultusgemeinde München. In konkret 2/17 schrieb Olaf Kistenmacher über den damaligen Stand der Ermittlungen und das Desinteresse der Linken an den Münchner Vorfällen.

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»Die Russen sind da«

Im Januar 1945 erobert die Rote Armee das oberschlesische Industriegebiet und befreit die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Erich Späters zweiundzwanzigster Teil einer unregelmäßigen Serie aus Anlass des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion und seiner Konsequenzen (aus konkret 2/2015)

Im Herbst 1944 war die Sommeroffensive der Roten Armee an der Weichsel, vor Warschau und an der Grenze Ostpreußens zum Stehen gekommen. Die sowjetischen Truppen hatten allein auf ihrem Vormarsch durch Polen über eine Million Soldaten (getötet, verwundet, vermisst) verloren. 

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Herzlichen Glückwunsch

Zum 40. Geburtstag der Grünen rennt die "Taz" mit Anlauf eine sperrangelweit offene Tür ein: "Wenn die Grünen von Annalena Baerbock, Robert Habeck und Winfried Kretschmann es nach 40 Jahren mit echten Verdiensten, aber viel zu viel Pillepalle und Lähmung durch den selbstfixierten Irrsinn endlich ernst meinen sollten mit der Politik für das Ganze, dann müssen sie jetzt auch aufs Ganze zielen. Das bedeutet: Weltpolitik aus dem Kanzleramt heraus. Kleiner geht es nicht mehr."
Kaum zu glauben, dass es in dieser Partei einmal eine starke linksradikale Strömung gab. Vor dreißig Jahren, Anfang April 1990, verließen unter vielen anderen auch die Hamburger Ökosozialistinnen und Ökosozialisten die Partei, weil sie wussten, auf welchen Weg die Grünen sich gemacht hatten. konkret 5/1990 dokumentierte den Text, mit dem sie ihren Austritt begründeten.

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»Das Verbindende zur Sprache bringen, ohne dabei das Besondere zu übersehen«

Interview mit den „Outside the box“-Redakteurinnen Constanze Stutz und Kimey Pflücke über Identitätspolitik, die populären Feministinnen Laurie Penny und Margarete Stokowski, feministisches Geschichtsbewusstsein und das zehnjährige Bestehen ihrer Leipziger Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik

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